Die erste urkundliche Erwähnung von Buhwil (Puabinwilare) geht auf das Jahr 838 zurück. 1291 erfährt man erstmals von der Burg «Kesswil», die im heutigen Unterdorf gestanden haben soll. 1297 wird die Burg «Wunnenberg» erwähnt, deren Reste heute noch im Wald oberhalb der Hintermühle zu finden sind. 1387 schliesslich wird von der Burg «Anwil» berichtet, der bekanntesten der drei, die heute als Ruine stolz über dem Dorf steht. Das Wappen der Herren von Helmsdorf, von 1463 bis 1608 Besitzer der Burg, diente als Vorlage für das Buhwiler Ortswappen. Bereits 1446 erscheint in einer Urkunde erstmals der Hinweis auf die erste Mühle, die «Bötschimühle». Sie steht heute nicht mehr. Geblieben ist lediglich die Ortsbezeichnung. Die «Hintermühle» dagegen, 1773 erbaut und bis 1900 im Betrieb, zeugt heute noch von der vergangenen Zeit.
Die einzelnen Ortsteile trugen im Verlaufe der Zeit die verschiedensten Namen. So finden sich in den Akten – abgesehen von den unterschiedlichen Schreibweisen von «Buhwil» – die noch geläufigen Bezeichnungen Lindenbuhwil, Anstetenbuhwil und Scherrersbuhwil, sondern ebenso Ritzis-, Kesslers-, Helmsdorfs-, Kunklers- und Hopsenbuhwil, die jedoch der Nachbargemeinde Schönholzerswilen zugehören.
Nachdem sich die Bevölkerungszahl von Buhwil zwischen 1950 und 1970 um rund ein Drittel reduziert hatte, wurden vermehrte Anstrengungen unternommen, diese Entwicklung zu stoppen. In der Breite sind rund 20 Einfamilienhäusern entstanden und langsam wurden, im ganzen Dorf verteilt, weitere Häuser gebaut. Die Bevölkerung ist so auf heute 331 Personen angewachsen. Die Politische Gemeinde fördert weiterhin eine massvolle bauliche Entwicklung des Dorfes. Damit besteht die gute Chance, Postagentur und Dorfladen dauerhaft zu erhalten. Durch diese Entwicklung hat sich der Charakter von Buhwil in den letzten zwanzig Jahren merklich geändert. Das Bauerndorf ist zugleich auch ein Wohnort für Leute geworden, die auswärts arbeiten, zum Wohnen aber die ruhige Lage von Buhwil schätzen. Die Metallbaufirma Kernen AG hat sich stark entwickelt und ist heute mit 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der grösste Arbeitgeber im Dorf.
Eine ausführliche Darstellung der Entwicklung von Buhwil findet sich im Buch «Von Puabinwilare zu Buhwil, 838 – 1988, ein Dorf im Wandel der Zeit», das Hans Reutimann aus Anlass der 1150-Jahrfeier von Buhwil verfasst hat. |
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Buhwil, 1949

Buhwil, 2007
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